Die Wasserwacht

Ursprünglich gegründet, um Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu retten, ist das Aufgabengebiet der Wasserwacht heute erheblich vielfältiger. In erster Linie widmet sie sich dem Wasserrettungsdienst, wobei rund 75.000 ehrenamtliche Aktive bundesweit die Badegewässer sichern – ob nun in Bädern, Seen, Flüssen oder an Küsten.

Allein in Bayern gibt es 556 Ortsgruppen, über 600 Wasserrettungsstationen, 256 Schnelleinsatzgruppen und fünf Wasserrettungszüge für den Katastrophenfall. Im Landkreis Altötting werden jährlich über 60.000 Dienst-, Ausbildungs-, Wach- und Einsatzstunden geleistet. Erbracht werden die zahlreichen Dienste in insgesamt 8 Ortsgruppen.

Aufgaben

Wasserrettungsdienst (Wachdienst) an heimischen Seen und in den kommunalen Bädern

Eine der Hauptaufgaben der Wasserwacht ist der Wachdienst an den heimischen Seen und in den kommunalen Bädern. So versehen die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht im Sommer Dienst an vier Badeseen und in drei Freibädern. Dazu kommt im Winter der Wachdienst im Hallenbad Burghausen. 

Breitenausbildung im Schwimmen

Die Breitenausbildung dient der Prävention, also dem Bemühen zu verhindern, dass die Wasserwacht überhaupt eingreifen muss. Dies ist mit die wichtigste Aufgabe unserer Organisation. Zu diesem Zweck bilden die Ortsgruppen der Kreiswasserwacht Altötting jährlich in zahlreichen Kursen für Schwimmanfänger Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene im Schwimmen aus. 

Auch die Schulen werden gerne und oft unterstützt. Die Begleitungen des schulischen Schwimmunterrichts durch Kräfte der Wasserwacht entlasten die Lehrkräfte, geben zusätzliche Sicherheit und fördern den Erfolg des Unterrichts. Auch schulische Badetage werden begleitet und abgesichert. 

Daneben werden immer wieder auch Kurse zum Erwerb des Rettungsschwimmabzeichens für externe Personen angeboten. Angehende Lehrkräfte, Polizisten oder einfach nur sportlich interessierte Menschen sind die Zielgruppe dieser Kurse. Eine weitere Säule der Prävention ist die Vorstellung der Arbeit der Wasserwacht und der wichtigen Bade- und Sicherheitsregeln in den Kindergärten und Schulen. 

Jugendarbeit

Das Angebot für Kinder und Jugendliche ist bei der Wasserwacht sehr vielfältig. Dabei reicht das sportliche Angebot vom Schwimmen, über soziale Aspekte, z.B. im Rahmen der Erste-Hilfe und Juniorhelfer-Ausbildung, hin zu technischen Belangen im Bereich der Heranführung an den Wasserrettungsdienst und zum GNU (Gewässer-, Natur- und Umweltschutz). 

Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften und Mitgliedern

Neben den ohnehin geforderten Fortbildungen aller Ausbilder in den Fachbereichen müssen auch die Einsatzkräfte regelmäßig geschult werden, damit die Einsatzbereitschaft unserer SEG´n erhalten bleibt. Dies geschieht im Sommer wie im Winter bei Ausbildungsterminen und Übungen innerhalb der Ortsgruppen. Auch das regelmäßige Schwimmtraining in den Frei- und Hallenbädern gehört ganzjährig zum Ausbildungsprogramm. 
Zusätzlich gilt es, immer wieder neue Einsatzkräfte aus- und fortzubilden. Die Grundlage bilden die qualitativ anspruchsvollen Ausbildungen zu „Rettungsschwimmern im Wasserrettungsdienst“ und „Wasserrettern“. 

Ausbildung zum Rettungsschwimmer und Wasserretter

Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer ist wie die Erste Hilfe-Ausbildung auch eine Breitenausbildung. Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen gibt es in Bronze, Silber und Gold. Silber ist dabei der Standard, den in der Regel auch jedes aktive Wasserwacht-Mitglied hat. Eine gewisse Grundkondition reicht meist aus, um die Ausbildung, die 16 Schulstunden dauert, zu absolvieren. Ein vorangegangener Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als drei Jahre ist dabei Voraussetzung.

Doch mit dem Rettungsschwimmabzeichen geht es bei der Wasserwacht erst richtig los. Mit Knotenkunde, Schnorchelabzeichen und einer Ausbildung in Wiederbelebung geht es zum „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“. Das ist die Grundqualifikation für alle Wasserwachts-Mitglieder, die Badeaufsicht an Gewässern machen. Vier Module schließen sich dann in der Ausbildung zum Wasserretter an. Dabei werden notfallmedizinische Kenntnisse vertieft, spezielle Rettungen auch aus Flüssen geübt oder das Retten mit dem Boot trainiert. Wer Wasserretter ist, hat auch die Grundqualifikation im Sanitätsdienst und kann so zum Beispiel auch Sanitätsdienst bei Veranstaltungen übernehmen.

Weitere Infos hier.

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Katastrophenschutz Wasser: Schnelleinsatzgruppen (SEG) Wasserrettungsdienst

Für den Katastrophenfall ist die Aufstellung, Ausbildung und Ausrüstung besonderer Einheiten wichtig. In Verbindung mit dem Wasserrettungsdienst zählt auch die Mitwirkung bei der Erhöhung der Sicherheit auf, an und in Gewässern (einschließlich Wasserstraßen) und in öffentlichen Bädern zu den weiteren Aufgaben der Wasserwacht. Zusätzliche Aufgaben sind die Suche und Bergung von Ertrunkenen und die Mitwirkung beim Natur- und Gewässerschutz nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Mit den Fließgewässern Inn, Innkanal, Salzach, Alz und Isen sowie vielen weiteren kleineren Gewässern, Badeseen und Teichen ist der Landkreis Altötting ein sehr wasserreicher Landkreis. Die Wasserwacht begegnet den davon ausgehenden Gefahren mit der Aufstellung von „Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung“. Insgesamt sechs SEGn sind an den Standorten Altötting, Burghausen, Burgkirchen, Marktl, Perach und Töging ganzjährig rund um die Uhr einsatzbereit. 

Die Kreiswasserwacht Altötting betreibt einen eigenen Wasserrettungszug in Ergänzung zu den bestehenden Wasserrettungszügen der Wasserwacht-Bezirke. Somit ist der wasserreiche Landkreis Altötting mit einem vollständig ausgestatteten und durch Zusatzmodule ergänzten Wasserrettungszug bestens auf Katastrophenlagen vorbereitet, die hoffentlich nicht eintreten werden.  Außerdem wird der „Wasserrettungszug Inn-Salzach“ auch den überörtlichen Behörden bei Großschadenslagen zur Verfügung gestellt und war in der Vergangenheit schon öfter in Alarmbereitschaft gesetzt. Im „Wasserrettungszug Inn-Salzach“ arbeiten alle Ortsgruppen zusammen und stellen je nach ihren individuellen Fähigkeiten verschiedene Komponenten. 

Wartung und TÜV

Einen ganz erheblichen Aufwand betreibt die Kreiswasserwacht bei der Wartung und Prüfung verschiedenster Einsatzmittel. Geschulte Mitglieder leisten dafür eine hervorragende Arbeit, die in den zugelassenen Werkstätten und Prüfstellen in der Kreiswasserwacht durchgeführt werden. 
 

Natur- und Umweltschutz

Auch die Mitwirkung beim Natur- und Gewässerschutz nach den gesetzlichen Bestimmungen zählt zu den Aufgaben der Wasserwacht.

Ortsgruppen

im Landkreis Altötting

Die Ortsgruppen unterstehen ihrem jeweiligen Vorsitzenden der Ortsgruppe und werden insgesamt von der Kreiswasserwachtsleitung koordiniert.

Kreiswasserwachtsleitung

  • Leiter der Kreiswasserwacht: Helmut Huber
  • Stellv. Leiter der Kreiswasserwacht: Christian Fendt
Altötting/Neuötting

Ansprechpartner

Vorsitzende: Stefanie Höllthaler

Stv. Vorsitzende: Regina Vogl

Webseite

Burghausen

Ansprechpartner

Vorsitzender: Robert Mayer

Stv. Vorsitzende: Angelina Schäfer

Webseite

Burgkirchen/Emmerting

Ansprechpartner

Vorsitzende: Ingrid Huber

Stv. Vorsitzender: Alen Krstic

Facebook

Marktl

Ansprechpartner

Vorsitzender: Reinhold Hitzenauer

Stv. Vorsitzender: Bernhard Lindner

Webseite

Perach

Ansprechpartner

Vorsitzender: Andreas Schuhnagel

Stv. Vorsitzender: Wilhelm Prandstätter

Webseite

Reischach

Ansprechpartner

Vorsitzender: Johannes Strasser

Stv. Vorsitzender: Wolfgang Niesner

Webseite

Töging/Winhöring

Ansprechpartner

Vorsitzender: Martin Wiedenmannott

Stv. Vorsitzender: Daniel Blaschke

Webseite

Ansprechpartner

Frau
Andrea Wiesmayer

Tel: 08671 5066-28
ehrenamt@kvaltoetting.brk.de

BRK-Kreisverband Altötting
Raitenharter Straße 8
84503 Altötting
 

Weiterführende Infos

Ob Großunfall oder Hochwasser: Die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes helfen in Notsituationen.

In den deutschen Gebirgen engagieren sich 12.000 Bergretterinnen und -retter, um Menschen in Not zu helfen.

Das Jugendrotkreuz ist der Kinder- und Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. Sei mit dabei!

In unseren Erste-Hilfe-Kursen lernen Sie, wie Sie sich im Notfall richtig verhalten und Leben retten können.

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