Wasserrettungsdienst (Wachdienst) an heimischen Seen und in den kommunalen Bädern
Eine der Hauptaufgaben der Wasserwacht ist der Wachdienst an den heimischen Seen und in den kommunalen Bädern. So versehen die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht im Sommer Dienst an vier Badeseen und in drei Freibädern. Dazu kommt im Winter der Wachdienst im Hallenbad Burghausen.
Breitenausbildung im Schwimmen
Die Breitenausbildung dient der Prävention, also dem Bemühen zu verhindern, dass die Wasserwacht überhaupt eingreifen muss. Dies ist mit die wichtigste Aufgabe unserer Organisation. Zu diesem Zweck bilden die Ortsgruppen der Kreiswasserwacht Altötting jährlich in zahlreichen Kursen für Schwimmanfänger Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene im Schwimmen aus.
Auch die Schulen werden gerne und oft unterstützt. Die Begleitungen des schulischen Schwimmunterrichts durch Kräfte der Wasserwacht entlasten die Lehrkräfte, geben zusätzliche Sicherheit und fördern den Erfolg des Unterrichts. Auch schulische Badetage werden begleitet und abgesichert.
Daneben werden immer wieder auch Kurse zum Erwerb des Rettungsschwimmabzeichens für externe Personen angeboten. Angehende Lehrkräfte, Polizisten oder einfach nur sportlich interessierte Menschen sind die Zielgruppe dieser Kurse. Eine weitere Säule der Prävention ist die Vorstellung der Arbeit der Wasserwacht und der wichtigen Bade- und Sicherheitsregeln in den Kindergärten und Schulen.
Jugendarbeit
Das Angebot für Kinder und Jugendliche ist bei der Wasserwacht sehr vielfältig. Dabei reicht das sportliche Angebot vom Schwimmen, über soziale Aspekte, z.B. im Rahmen der Erste-Hilfe und Juniorhelfer-Ausbildung, hin zu technischen Belangen im Bereich der Heranführung an den Wasserrettungsdienst und zum GNU (Gewässer-, Natur- und Umweltschutz).
Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften und Mitgliedern
Neben den ohnehin geforderten Fortbildungen aller Ausbilder in den Fachbereichen müssen auch die Einsatzkräfte regelmäßig geschult werden, damit die Einsatzbereitschaft unserer SEG´n erhalten bleibt. Dies geschieht im Sommer wie im Winter bei Ausbildungsterminen und Übungen innerhalb der Ortsgruppen. Auch das regelmäßige Schwimmtraining in den Frei- und Hallenbädern gehört ganzjährig zum Ausbildungsprogramm.
Zusätzlich gilt es, immer wieder neue Einsatzkräfte aus- und fortzubilden. Die Grundlage bilden die qualitativ anspruchsvollen Ausbildungen zu „Rettungsschwimmern im Wasserrettungsdienst“ und „Wasserrettern“.
Ausbildung zum Rettungsschwimmer und Wasserretter
Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer ist wie die Erste Hilfe-Ausbildung auch eine Breitenausbildung. Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen gibt es in Bronze, Silber und Gold. Silber ist dabei der Standard, den in der Regel auch jedes aktive Wasserwacht-Mitglied hat. Eine gewisse Grundkondition reicht meist aus, um die Ausbildung, die 16 Schulstunden dauert, zu absolvieren. Ein vorangegangener Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als drei Jahre ist dabei Voraussetzung.
Doch mit dem Rettungsschwimmabzeichen geht es bei der Wasserwacht erst richtig los. Mit Knotenkunde, Schnorchelabzeichen und einer Ausbildung in Wiederbelebung geht es zum „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“. Das ist die Grundqualifikation für alle Wasserwachts-Mitglieder, die Badeaufsicht an Gewässern machen. Vier Module schließen sich dann in der Ausbildung zum Wasserretter an. Dabei werden notfallmedizinische Kenntnisse vertieft, spezielle Rettungen auch aus Flüssen geübt oder das Retten mit dem Boot trainiert. Wer Wasserretter ist, hat auch die Grundqualifikation im Sanitätsdienst und kann so zum Beispiel auch Sanitätsdienst bei Veranstaltungen übernehmen.
Weitere Infos hier.
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Katastrophenschutz Wasser: Schnelleinsatzgruppen (SEG) Wasserrettungsdienst
Für den Katastrophenfall ist die Aufstellung, Ausbildung und Ausrüstung besonderer Einheiten wichtig. In Verbindung mit dem Wasserrettungsdienst zählt auch die Mitwirkung bei der Erhöhung der Sicherheit auf, an und in Gewässern (einschließlich Wasserstraßen) und in öffentlichen Bädern zu den weiteren Aufgaben der Wasserwacht. Zusätzliche Aufgaben sind die Suche und Bergung von Ertrunkenen und die Mitwirkung beim Natur- und Gewässerschutz nach den gesetzlichen Bestimmungen.
Mit den Fließgewässern Inn, Innkanal, Salzach, Alz und Isen sowie vielen weiteren kleineren Gewässern, Badeseen und Teichen ist der Landkreis Altötting ein sehr wasserreicher Landkreis. Die Wasserwacht begegnet den davon ausgehenden Gefahren mit der Aufstellung von „Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung“. Insgesamt sechs SEGn sind an den Standorten Altötting, Burghausen, Burgkirchen, Marktl, Perach und Töging ganzjährig rund um die Uhr einsatzbereit.
Die Kreiswasserwacht Altötting betreibt einen eigenen Wasserrettungszug in Ergänzung zu den bestehenden Wasserrettungszügen der Wasserwacht-Bezirke. Somit ist der wasserreiche Landkreis Altötting mit einem vollständig ausgestatteten und durch Zusatzmodule ergänzten Wasserrettungszug bestens auf Katastrophenlagen vorbereitet, die hoffentlich nicht eintreten werden. Außerdem wird der „Wasserrettungszug Inn-Salzach“ auch den überörtlichen Behörden bei Großschadenslagen zur Verfügung gestellt und war in der Vergangenheit schon öfter in Alarmbereitschaft gesetzt. Im „Wasserrettungszug Inn-Salzach“ arbeiten alle Ortsgruppen zusammen und stellen je nach ihren individuellen Fähigkeiten verschiedene Komponenten.
Wartung und TÜV
Einen ganz erheblichen Aufwand betreibt die Kreiswasserwacht bei der Wartung und Prüfung verschiedenster Einsatzmittel. Geschulte Mitglieder leisten dafür eine hervorragende Arbeit, die in den zugelassenen Werkstätten und Prüfstellen in der Kreiswasserwacht durchgeführt werden.
Natur- und Umweltschutz
Auch die Mitwirkung beim Natur- und Gewässerschutz nach den gesetzlichen Bestimmungen zählt zu den Aufgaben der Wasserwacht.






